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24. 09. 2017, 15:54 Uhr  
Filet-mitte
Ein schön unauffälliges Stück Berlin

Tempelhof ist einer der unauffälligsten Ortsteile Berlins. Viele kennen Tempelhof nur aus Berichten, in denen es es um den Flughafen ging, um bekannte Industrien wie beispielsweise Gillette, um den Ullstein-Verlag oder um längst vergangene Filmträume der UFA.

Dabei hat speziell das alte Tempelhof südlich der S-Bahn bis zur Ullsteinstraße jene liebenswerte Mixtur von Industrie und Gewerbe, und mittendrin im Kern reizvolle Altbauten zum Wohnen, mit denen sich andere Berliner Regionen gerne brüsten. Zugegeben, das alte Tempelhof ist als eine Art Beamten-Wohnstadt kurz vor dem ersten Weltkrieg entstanden, hier fehlt etwas das Provokante von Kreuzberg und das Elitäre vom Prenzlauer Berg - aber gerade die unaufdringliche Liebenswürdigkeit macht den Reiz von Tempelhof aus.

Hier steckt manches versteckt drin

Nicht Berlin ist das wahre Modezentrum Deutschlands, auch nicht die Modemesse Bread & Butter, sondern das Ullsteinhaus in Tempelhof. Die Filmindustrie dreht beileibe nicht nur in Babelsberg, die Tempelhofer Ufa-Studios (heute Berliner Union Film) oder ein Atelier in der Ringbahnstraße sind ebenfalls beliebte Drehorte für Fernsehfilme und Serien. Die Ufa-Fabrik hingegen ist zugleich Theater, Kleinkunst, Bioladen, beliebtes Cafe, Kinder-Bauernhof und Träger diverser sozialer Veranstaltungen. Und welcher andere Ortsteil hat schon eine große Einkaufsstraße, die direkt an ruhige Parks grenzt? Nur wenige Schritte, und man kann die Hektik der Großstadt vergessen.

So weit einige Beispiele, die den alten Tempelhofer Ortskern zu einem unauffällig schönen Teil von Berlin machen. So unauffällig, dass auch kaum jemand weiß, dass Tempelhof zugleich der geometrische Schwerpunkt von Brandenburg ist.


Ehemaliges Wappen von Tempelhof
Askanisches Gymnasium, Foto: Juhnke
Katholische Kirche, Foto: Juhnke
Alte Haustür, Foto: Juhnke
Gasthaus Koch, Foto: Juhnke
Bewachsene Schulfassade, Foto: Juhnke
Evangelischer Gemeindegarten, Foto: Juhnke
Kaufhaus, Foto: Juhnke
Balkon eines Hertha-Fans, Foto: Juhnke